TSC überrollt Oberpreuschwitz
Der ASV Oberpreuschwitz hatte sich für das Duell gegen den Spitzenreiter offenbar einiges vorgenommen. Der Hauptplatz blieb gesperrt, gespielt wurde auf dem deutlich schlechteren Nebenplatz. Dass nach der Partie dann sogar noch die zweite Mannschaft der Gastgeber auf dem Hauptplatz antreten durfte, verlieh der ganzen Geschichte im Nachhinein noch eine ganz besondere Note. Dazu begannen die Oberpreuschwitzer auch noch mit kräftigem Rückenwind und hofften wohl, die Bedingungen zu ihrem Vorteil nutzen zu können. Doch dieser Plan hielt gerade einmal eine Minute.
Nach einem Luftloch in der Oberpreuschwitzer Abwehr war Noah Mühmel plötzlich frei durch und vollstreckte eiskalt ins lange Eck zur frühen Mainleuser Führung. Ob es am Ende Flanke oder Schuss war, bleibt mit einem Augenzwinkern offen – entscheidend war, dass der Ball im Netz landete. Der TSC ließ sich von Platz und Wind jedenfalls nicht beeindrucken und blieb auch in der Folge das klar tonangebende Team.
In der 20. Minute setzte sich Mühmel erneut stark über die rechte Seite durch und legte den Ball mustergültig zurück auf Rizah Ramadani, der nur noch zum 2:0 einschieben musste. Die Mainleuser hatten die Partie im Griff, auch wenn der einzige Schönheitsfehler wenig später folgte. Beim Anschlusstreffer zum 1:2 sah die sonst so erfahrene TSC-Abwehr nicht gut aus und ermöglichte den Gastgebern in der 31. Minute den zwischenzeitlichen Hoffnungsschimmer.
Die passende Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Kevin Schott stellte mit einem Doppelschlag noch vor der Pause die Weichen endgültig auf Auswärtssieg. Zunächst verwertete er eine Flanke von Jonathan Kolb per Kopf zum 3:1, ehe er wenig später auch das 4:1 nachlegte. Diesmal hatte Paul Haak mit energischem Nachsetzen entscheidenden Anteil, als er einen Abschlag des Torhüters blockte und Schott anschließend nur noch ins leere Tor einschieben musste.
Auch nach dem Seitenwechsel und nun mit Wind im Rücken blieb der TSC die bessere Mannschaft, obwohl Oberpreuschwitz etwas mehr Spielanteile bekam als noch im ersten Durchgang. Wirklich gefährdet war der klare Mainleuser Vorsprung aber nie. Das 5:1 besorgte erneut Noah Mühmel, der nach einem Torwartfehler ins verwaiste Tor einschob. Beim 6:1 war dann Jonathan Kolb an der Reihe: Er legte sich den Ball außerhalb des Strafraums am Torwart vorbei, blieb trotz eines Foulspielversuchs auf den Beinen und traf anschließend ins leere Tor.
Den Schlusspunkt setzte schließlich wieder Mühmel. Nach einer nicht ganz gewollten, aber wirkungsvollen Vorlage von Aron Adam platzierte er den Ball per Direktabnahme im linken unteren Eck zum 7:1-Endstand.
Unterm Strich war es ein weiterer sehr starker Auftritt unserer ersten Mannschaft, die sich auch von schwierigen Bedingungen nicht aus dem Konzept bringen ließ. Sieben Tore auswärts, viele sauber herausgespielte Chancen und über weite Strecken klare Dominanz – viel mehr kann man von einem Auftritt in der Fremde kaum verlangen. Nun wartet in der kommenden Woche das Verfolgerduell beim Tabellenzweiten in Bindlach. Der Vorsprung auf Bindlach beträgt sieben Punkte, während Hutschdorf mit drei Spielen weniger zwölf Zähler Rückstand hat.