Der TSC ist Meister
Nach einer starken Saison hat sich der TSC Mainleus im Entscheidungsspiel gegen den SV Hutschdorf die Meisterschaft gesichert und damit den Wiederaufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht. Weil beide Mannschaften punktgleich über die Ziellinie gegangen waren, musste ein zusätzliches Spiel über Platz eins entscheiden. Ausgetragen wurde die Partie auf Wunsch des TSC in Lindau – vor einer beeindruckenden Kulisse von 1164 zahlenden Zuschauern.
TSC-Trainer Nico Do Adro veränderte seine Startelf gegenüber dem letzten Spiel auf zwei Positionen. Luca Leonhardt begann für Jonathan Kolb, außerdem kehrte Kapitän Manuel Wollner zurück ins Team. Moritz Bergmann musste dafür auf der Bank Platz nehmen, Marcel Ehm rückte auf die Acht und machte dort ein sehr gutes Spiel.
Von Beginn an war zu merken, dass viel auf dem Spiel stand. Gerade beim TSC war in der Anfangsphase eine gewisse Nervosität spürbar. Es gab einige einfache Ballverluste, und schon in der vierten Minute wurde einer davon bestraft. Der ansonsten sehr zuverlässige Michael Dik verlor den Ball, Hutschdorfs Torjäger Lucas Ohnemüller nutzte die Situation konsequent und traf aus relativ spitzem Winkel links oben in den Knick. Ein starkes Tor und der frühe Rückstand für unsere Mannschaft.
Der TSC brauchte danach etwas Zeit, um in die Partie zu finden. Im Spiel nach vorne fehlte zunächst die Ruhe, klare Torchancen blieben aber auch auf Hutschdorfer Seite Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Mainleuser stabiler und kamen besser in die Zweikämpfe.
In der 37. Minute brachte Jonas Rosa den TSC zurück ins Spiel. Der scheidende Youngster setzte sich im Strafraum stark gegen mehrere Gegenspieler durch und wurde schließlich elfmeterwürdig zu Fall gebracht. Kevin Schott übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1. Hutschdorfs Torwart Abe ahnte zwar die Ecke, kam aber nicht an den Ball. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeit.
Nach der Pause stellte der TSC um und agierte fortan mit zwei Sechsern. Marcel Ehm rückte eine Position nach hinten. Trotzdem erwischte Hutschdorf erneut den besseren Start. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff kam der Ball in die Mitte zu Lucas Ohnemüller, der zum 2:1 für den SV einschob.
Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur vier Minuten später fasste sich Rizah Ramadani aus gut 25 Metern ein Herz und traf mit einem flachen, wuchtigen Schuss zum 2:2. Hutschdorfs Torwart sah den Ball sehr spät und war deshalb chancenlos.
Doch beinahe wäre der TSC wenige Minuten später wieder in Rückstand geraten. Nach einem viel zu kurzen Rückpass von Noah Mühmel, der den Verein ebenfalls verlassen wird, stand ein Hutschdorfer Angreifer völlig frei vor Jonas Stenglein. Unser Keeper blieb aber lange stehen, reagierte stark und verhinderte mit einer hervorragenden Parade das mögliche 2:3.
Die noch größte Chance zur erneuten Hutschdorfer Führung gab es nach einem Strafstoß. Nach einem vermeintlichen Foul von Nils Eichner zeigte Schiedsrichter Morgener auf den Punkt. Jonas Stenglein ahnte jedoch die Ecke, parierte den Elfmeter und hielt auch den Nachschuss stark. Das war ohne Frage eine der Schlüsselszenen des Spiels und ein Motivationsschub für den TSC.
Die Mainleuser kontrollierten fortan die Begegnung und in der 83. Minute fiel dann auch die Entscheidung. Rizah Ramadani spielte einen Steilpass auf Aron Adam, der den Ball mit dem ersten Kontakt stark in den Lauf von Kevin Schott legte. Schott legte sich den Ball noch einmal am Verteidiger vorbei auf seinen linken Fuß und schloss von der Strafraumkante platziert ins linke untere Eck ab. Das 3:2 für den TSC – und zugleich der Treffer, der am Ende die Meisterschaft bringen sollte.
Die Schlussphase war noch einmal eng. Hutschdorf warf alles nach vorne und kam auch noch zu gefährlichen Situationen. Der TSC verteidigte aber mit viel Einsatz, und Jonas Stenglein war an diesem Tag nicht mehr zu überwinden. Auf der anderen Seite versagten Adam und Kolb, dem dritten Abgänger nach Katschenreuth, jeweils aus kurzer Distanz die Nerven. So blieb es beim 3:2 für unsere Mannschaft.
Mit diesem Sieg krönt der TSC Mainleus eine starke Saison und schafft die Rückkehr in die Kreisliga. Zuletzt spielte der TSC in der Saison 2016/2017 dort, musste damals aber nach einem Jahr wieder absteigen.
Über die gesamte Runde hinweg hat sich die Mannschaft diesen Erfolg verdient. Ein starkes Torverhältnis von 114 erzielten Treffern bei nur 22 Gegentoren spricht für sich. Kevin Schott war mit 48 Saisontoren bereits vor dem Entscheidungsspiel ein entscheidender Faktor und setzte mit seinen Treffern 49 und 50 noch einmal den passenden Schlusspunkt. Gleichzeitig war es ein Erfolg der gesamten Mannschaft, die auch in Lindau nach Rückschlägen ruhig geblieben ist und bis zum Schluss an sich geglaubt hat.
Der TSC ist Meister – und Mainleus ist zurück in der Kreisliga. Glückwunsch Männer!